Mercedes-Benz S500: Wenn die Test- zur Erholungsfahrt wird (2024)

Mehr kann man im Moment nicht erwarten: Bei der neuen S-Klasse fährt Mercedes wieder einmal alles auf, was es an Ausstattungsoptionen so gibt. Wir durften den Mercedes-Benz S500 erleben, mussten uns allerdings erst einmal gedulden: Unser Test der Flaggschiff-Limousine, an der der Autobauer optisch nur vorsichtig Hand angelegt hat, beginnt auf dem Zuschauerplatz. In einem Parkhaus am Stuttgarter Flughafen erzählt uns ein junger Mann, dass die silberne S-Klasse gleich eigenständig einparken wird. Ohne Chauffeur. Ein Knopfdruck und der Wagen rollt los. Zunächst rückwärts aus der Parkbucht, dann abbiegen in die Auffahrt zum ersten Stock. Wir sehen zu und staunen. Der Wagen kennt sich offenbar aus, weiß wo ein freier Platz ist und rangiert sich selbst sauber und sicher in die Parklücke 17. Motor aus. Fertig. Glauben Sie nicht? Dieses Video veranschaulicht die Funktion, die einen Parkservice künftig überflüssig macht:

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Mercedes S-Klasse im Test: Hier zählen die inneren Werte

Draußen vor der Tür steht unser Testkandidat: ein S500 mit reichlich Hirnschmalz unter dem Blech. Die Parkautomatik – eine Weltpremiere – haben wir eingangs bereits erlebt, jetzt der Freilauf mit Chauffeur. Ein V6 unter der Haube plus E-Motor zur Unterstützung. 457 PS insgesamt, 520 Nm plus 250 Nm ab 1.800 Umdrehungen als Drehmoment. Der Preis: 116.232 Euro. Ohne Extras. 250 kann er locker, mehr darf er aber auch nicht – elektronisch abgeregelt. Wer mehr will, ordert die AMG-Variante mit einem Topspeed jenseits der 300 km/h.

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Eine erste enge Kurve, die Limousine lenkt ein und wir fragen uns, ob wir wirklich in einem 5,18 Meter langen Auto sitzen. Die Hinterradlenkung verwandelt diese S- eher in eine C-Klasse – wie wir dann beim U-Turn ganz deutlich merken. Um zwei ganze Meter verringert sich der Wendekreis. Der Grund ist simpel und eine weitere Weltpremiere: Ein Lenkwinkel von zehn Grad an der Hinterachse ist einzigartig, andere Systeme schaffen gerade einmal zwei bis höchstens drei Grad. Wir sind beeindruckt und empfehlen diese Technik jedem, der sich oft in Parkhäusern oder engen Straßen bewegen muss. (Lesen Sie auch: Mercedes erweitert seine Marke EQ um einen elektrischen Crossover)

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Mercedes S-Klasse mit deutlichen Veränderungen im Innenraum

Ampelstopp und damit ein erster, genauer Blick in den Innenraum. Die Monitore fallen sofort auf: Hat uns Mercedes eine Generation davor noch eine Screen-Landschaft geboten, die fast die gesamte Breite der Armaturentafel einnahm, sieht es in der neuen S-Klasse ganz anders aus. Wir sehen: zwei einzelne Monitore. Der erste sitzt vor dem Lenkrad und zeigt alles, was während der Fahrt wichtig ist. Natürlich digital, gestochen scharf und selbstverständlich konfigurierbar. Auf der Mittelkonsole thront Monitor Nummer zwei. Groß, elegant und mit allen Informationen und Einstellmöglichkeiten versehen, die wir uns wünschen. Infotainment at its best. Bei der nächsten Quiz-Show können Sie diesen Wagen gut und gerne als Joker einsetzen: Er kann zuhören, verstehen, erzählen und hat Zugang zu den besten Archiven, die man sich bei der Masterfrage nur wünschen kann.

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Autobahn, Tempo 200 und mehr, der V6-Motor arbeitet fleißig vor sich hin – und wie wir hören, hören wir nichts. Kein Windgeräusch, selbst die Außenspiegel scheinen nicht vorhanden zu sein. Leise wie in einem E-Auto geht es in der neuen S-Klasse dank bester Dämmung vorwärts. Die Luftfederung tut ihr Übriges: Gleiten wie auf "leisen Sohlen" – so geht Luxus. (Auch interessant: Maybach S-Klasse – Die Oberklassen-Limousine kommt im Ultra-Luxus-Segment an)

Beim Blick nach vorn fällt außerdem das Head-up-Display auf. Positiv, sehr positiv. Im Vergleich zur Konkurrenz ist es riesig, sitzt näher dran an den Augen des Fahrers und stellt Inhalte messerscharf dar. Der Fahrer schaut hin, freut sich und erklärt diese Darstellung zur Normalität. Genauso wie die 3D-Grafiken im Instrumenten-Monitor. Gewöhnungsbedürftig aber auch eindrucksvoll.

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Und der Rest? Wie gehabt. Wir glauben diesem Mercedes, dass er alles kann und alles hat. Sogar neue Rückleuchten, die nun nicht mehr die drei LED-Streifen als Erkennungsmerkmal für die S-Klasse zeigen. Sie sind schmaler und ähneln denen der aktuellen E-Klasse. Gewachsen ist die Limousine auch, innen wie außen. Beim Gewicht macht sich das Mehr an Technik bemerkbar – ein Plus von 95 Kilo, das das blitzschnelle 9-Gang-Getriebe aber mühelos wegsteckt. (Lesen Sie auch: Oldtimer-Neuzugänge – Diese 4 Autos freuen sich 2021 über ein H-Kennzeichen)

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Beim Verbrauch meldet Mercedes für die Diesel-Modelle rund 6,5 Liter pro 100 Kilometer, beim Benziner stehen rund 8,5 Liter auf dem Datenblatt. Mit unserem S500 haben wir das nicht geschafft, allerdings darf unser Test auch nicht als repräsentative Vergleichsgröße herangezogen werden. Schließlich haben wir den Wagen mehr gefordert als es der typische S-Klassen-Kunde (oder vorzugsweise der Chauffeur) tun dürfte.

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